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Mit kreativer Imagination in 3 Schritten Prüfungen leichter bestehen

Imagination

Kopfkino. „Imagination“ könnte man auch Kopfkino nennen. Oder wusstest du schon, was Imagination ist?

Ich finde aber den Begriff Kopfkino fast noch besser. Man kann sich darunter gleich etwas vorstellen. Ohne das Fremdwort „Imago“ zu kennen. „Imago“ bedeutet „Bild“. Und daher kommt der Begriff Imagination.

Genauer gesagt sind Imaginationen Bilder, die durch Gedankenkraft erschaffen werden. Sie entstehen vor dem geistigen Auge durch konkrete Einbildungskraft. Wikipedia nennt als Synonyme auch Phantasie oder anschauliches Vorstellen.

Mit Hilfe der Imagination kannst du dein Unterbewusstsein programmieren, so dass es dich beim Erreichen deiner Ziele unterstützt. In diesem Artikel zeige ich dir konkret in nur 3 Schritten, wie du Imaginationen dafür einsetzen kannst, um deine nächste Prüfung leichter zu bestehen:

  • In Schritt 1 erkläre ich, wie du dir ein passendes Bild aussuchst.
  • In Schritt 2 beschreibe ich, wie du konkret vorgehen kannst um das Bild lebendig zu machen.
  • In Schritt 3 lernst du, wie du die fertige Imagination so nutzt, dass sie dir auch hilft.

Erschaffe dir deine Imagination am besten schon mindestens einen Monat vor der Prüfung. Aber auch wenn du erst kurz vorher anfängst, kann dir das noch eine Menge Motivation und Selbstvertrauen geben. Und dir somit helfen, mit einer positiven Einstellung in die Prüfung zu gehen.

Schritt 1: Bild für deinen Prüfungserfolg aussuchen

Als Grundlage der Imagination benötigst du ein Bild. Genauer gesagt ein Bild, das für dich Erfolg bedeutet. Denn das Ziel der Imagination soll ja sein, dass du die Prüfung erfolgreich bestehst.

Wir müssen also zuerst klären, was Erfolg für dich bedeutet. Erfolg ist eine sehr persönliche Geschichte. Denn jeder hat seine ganz eigenen Wünsche und Ziele. Diese zu realisieren bzw. zu erreichen – genau das bedeutet erfolgreich sein.

Ich zitiere noch mal Wikipedia:

„Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele.“

Hilfreich ist es also, wenn du dir zuerst einmal klarmachst:

  • Warum du überhaupt studierst
  • Warum du demzufolge diese Prüfung schreibst
  • Warum du diese demzufolge bestehen willst

Du kannst dich dazu auch fragen: Was soll am Ende stehen?

  • …unmittelbar nach der Prüfung?
  • …nach diesem Semesters?
  • …am Ende des Studiums?

Vielleicht hast du jetzt schon ein Bild im Kopf. Oder zumindest eine Idee in Worten. Vielleicht kam dir spontan der Gedanke „eine coole Party“ oder „ein Festivalbesuch mit Freunden“ oder „ein Tag mit Lena am Baggersee.“ Das könnte schon eine gute, tragfähige Idee sein, die du zu deinem persönlichen Erfolgsbild ausbauen kannst.

Ich möchte aber noch einen Schritt weitergehen. Denn ganz besonders machtvoll sind Bilder, die tiefer gehen. Die Emotionen ansprechen. Die Gefühle in dir auslösen. Also Bilder, bei denen es in dir anfängt zu kribbeln und du eine Gänsehaut kriegst.

Um solch ein kraftvolles Bild zu finden, solltest du für 10 Minuten den Alltag hinter dir lassen.

  • Such dir einen ruhigen Platz, an dem du ungestört bist
  • Schließe die Augen
  • Beobachte deinen Atem für 60 Sekunden
  • Atme ruhig weiter und denke kurz „Erfolg“
  • Warte und atme
  • Nimm das Bild wahr, das vor deinem inneren Auge auftaucht
  • Bedanke dich für das Bild

Egal, ob dir eine Goldmedaille um den Hals gehängt wurde, dir der schwedische König zum Nobelpreis gratuliert hat oder du vor 100.000 feiernden Menschen bei Rock am Ring auf der Bühne stehst und singst – alles ist in Ordnung und passt für dich.

Du hast dein individuelles Erfolgsbild gefunden!

Verknüpfe nun dein Erfolgsbild mit der Prüfung, die du bestehen willst. Oder auch mit dem, was du sonst schaffen willst. Mach dir dazu bewusst, dass dieses eine, ganz bestimmte Bild für das erfolgreiche bestehen der Prüfung steht. Am besten gehst du dafür noch einmal kurz in dich, hältst dir dein Erfolgsbild vor Augen und sagst laut:

„Dieses Bild hilft mir dabei, diese Prüfung erfolgreich zu bestehen.“

Schritt 2: Das Bild lebendig machen

Ok – den ersten Schritt sind wir gemeinsam gegangen. Du hast das Wort „Erfolg“ in dein persönliches Erfolgsbild gepackt. Es dient in Schritt 2 als Grundlage für die Imagination.

Dabei geht es darum, das Bild lebendig zu machen. Denn je wirklicher und realer das Bild in deinem Kopf ist, desto positivere Gefühle wird es bei dir hervorrufen. Und diese positiven Gefühle sind wie ein Turbolader.

Positive Gefühle sind wie ein Turbolader.

Denn sie verleihen einerseits der Imagination Energie. Durch diese Energie setzt sie sich in deinem Unterbewusstsein fest und programmiert deine ganze Persönlichkeit auf „Prüfung bestehen“. Und andererseits motivieren dich die guten Gefühle. Sie bestärken dich, verleihen dir eine optimistische Grundeinstellung und viel Selbstvertrauen.

Es gilt also: Je realer du dir dein individuelles Erfolgsbild vorstellst, desto besser hilft es dir beim bestehen deiner Prüfungen.

Für ein möglichst reales Bild würzt du nun dein Erfolgsbild mit folgenden Zutaten:

  • Farbe: Mach aus dem Schwarz-Weiß ein Farbphoto. Lass die Rosen rot werden, den Himmel blau, die Fahnen kunterbunt, die Juwelen glänzend-weiß, usw.
  • Bewegung: Lass das Bild laufen. Mach einen Film daraus. Lass die Menschen applaudieren, die Autos fahren, die Vögel fliegen, usw.
  • Geräusch: Mach aus dem Stummfilm einen mit Ton. Lass den Film sprechen, das Wasser plätschern, die Leute applaudieren, die Pferde wiehern, die Grillen zirpen, usw.
  • Geruch: Mach aus dem Tonfilm Geruchskino. Lass den Kaviar duften, die Zypressen riechen, das nassgeschwitzte Hemd stinken, usw.
  • Geschmack: Lass dir den Champagner die Kehle herunter rinnen und schmecke ihn auch.
  • Raum: Mache einen 3D-Film daraus. Sei mitten in deiner Imagination. Nicht mehr nur dabei. Nicht mehr Zuschauer und Regisseur. Sondern aktiver und handelnder Mittelpunkt.
  • Tastsinn: Berühre und spüre. Fühle den Sand zwischen deinen Zehen, das kühle Metall des Pokals in deiner Hand, das Wummern und Dröhnen der Boxen, usw.

Durch deine Fantasie machst du also aus deinem Bild einen 3D-Farbfilm mit Geräusch, Geschmack und Geruch! Dazu setzt du sämtliche Sinneswahrnehmungen ein. Und mit ein bisschen Übung kommt es dir irgendwann so vor, als ob du dich mitten in der Realität befindest. Spätestens dann kommen die positiven Gefühle, die wir wollen.

Schritt 3: Das Kopfkino nutzen

Du hast jetzt den fertigen Film. Er liegt quasi im Kino bereit für die Premiere.

Im echten Kino ist es jetzt so: Bis jetzt hat der ganze Aufwand noch nicht viel gebracht. Kein Mensch, außer dem Regisseur, hat den Film bis jetzt gesehen. Keine Eintrittskarten wurden verkauft und auch keine Cola und kein Popcorn. Wenn das so bleiben würde, hätte sich das Schreiben des Drehbuchs, das Casten der Schauspieler, die Dreharbeiten usw. nicht gelohnt. Denn alle hoffen ja auf volle Kinokassen. Und vielleicht auch ein bisschen darauf, dass die Menschen ihn mögen. Kurz: alle hoffen darauf, dass der Film erfolgreich ist.

Genauso ist es auch mit deinem Kopfkino-Film. Wenn es bei der Premierenvorstellung bleibt, war der ganze Aufwand umsonst.

Deshalb muss der Film oft laufen! Je öfter, desto besser.

Denn mit jeder Vorstellung wird dein Unterbewusstsein neu auf Erfolg programmiert. Und wir Menschen lernen nun mal auch durch Wiederholung. Außerdem stärkt das Erfolgsgefühl, das bei jeder Vorstellung in dir auftauchen wird, dein Selbstvertrauen.

Deshalb wirst du auch Spaß daran haben, dir deinen Film so oft wie möglich anzuschauen. Denn wer mag keine guten Gefühle? Und außerdem bist du bei jeder Vorstellung Regisseur, Schauspieler und Zuschauer zugleich. Du kannst den Film im gewissen Rahmen ändern, interaktiv daran mitwirken und das Ergebnis direkt genießen!

Aber du merkst schon, auf was ich hinaus will: Wichtig ist, dass du die Imagination regelmäßig vor deinem geistigen Auge ablaufen lässt. Nimm dir dafür lieber zehnmal 1 Minute Zeit als einmal 10 Minuten. Stell sie dir z. B. morgens und abends vor. Und nutze auch deine Lernpausen. Am besten wenn du genau auf die Prüfung lernst, die du bestehen willst. So intensivierst du auch noch mal die Verknüpfung zwischen Erfolgsbild und Ziel.

Fazit

Mit der Technik der Imagination kannst du jedes Ziel wesentlich unterstützen. Geh dazu einfach die drei beschriebenen Schritte:

  1. Individuelles Erfolgsbild wählen
  2. Erfolgsbild lebendig machen
  3. Kopfkino nutzen

Wichtig ist, dass das Erfolgsbild bei dir positive Gefühle auslöst. Dann ist es für dich stimmig. Außerdem sollte die Einbildung so real wie möglich sein.

Wie immer gilt: Glaube mir nicht, dass es so ist, wie ich schreibe. Probier es bitte aus! Und dann würde ich mich freuen, wenn du mir von deinen Erfahrungen berichtest.

Wie sieht dein Erfolgsbild aus?

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